Aktualisiert (Sonntag, den 20. November 2011 um 22:54 Uhr) Sonntag, den 13. November 2011 um 22:08 Uhr
Eintracht Leidersbach – TSV Pflaumheim II 3:1 (1:1)
Tore: 0:1 Marcel Weiser (6.), 1:1 Tobias Väth (37./HE), 2:1 Tobias Väth (85.), 3:1 Julian Feyh (86.)
Bes. Vork.: gelb-rote Karten für Sebastian Weis (35./L, Unsportlichkeit), Jan Becker (29.) und Julian Borbe (67., beide P, wdh. Foulspiel) – Torwart Andreas Bieniasch hält Foulelfmeter von Paul Bachmann (30.)
Ein interessantes Match erlebten die rund 150 Zuschauer in den Stauden, wo wir nach den Partien in Obernau (1:3) und Schweinheim II (1:2) ein neuerliches Duell mit einem Kellerkind auszutragen hatten. Dass uns nach den beiden vorangegangenen Pleiten nicht wohl in der Haut war, war die eine Sache. Klar war aber auch, dass wir einfach solche Spiele gewinnen und entsprechende Mittel dafür einsetzen müssen. Unser Chefredakteur Horst Schengber brachte es im Stadionheft auf den Punkt: Fußball ist nicht nur Ästhetik und Kunst, es braucht auch Einsatz und Wille. Genau dies hatte sich die Mannschaft vorgenommen, musste jedoch auf den erkrankten Kapitän Thomas Elsässer komplett und den nach einer Erkältung noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte befindlichen Julian Feyh anfangs verzichten. Benjamin Amendt stellte sich trotz Rückenproblemen in den Dienst der Mannschaft und bekam in der Innenverteidigung Youngser Daniel Scheuring zur Seite gestellt, der jedoch schon nach fünf Minuten mit einer Knieverletzung ausscheiden musste. Die Unordnung in dieser Phase nutzten die Pflaumheimer in Person von Marcel Weiser, der ein Missverständnis in der Verteidigung ausnutzte und den Ball mit etwas Glück in unserem Tor unterbrachte – 0:1. Ein Start, den wir uns sehr gerne erspart hätten. In der Folgezeit bekamen wir die Gäste mehr und mehr in den Griff, allein die klaren Torchancen fehlten. In der 29. Minute wurde Kersten Ronalter vom bereits verwarnten Jan Becker im Strafraum zu Fall gebracht, was für den Pflaumheimer die Ampelkarte zur Folge hatte. Den fälligen Strafstoß, getreten von Paul Bachmann, konnte Gästekeeper Bieniasch abwehren und auch den Nachschuss des Schützen parieren. Ein zumindest kleiner Schock war spürbar in unseren Reihen, der sich fünf Minuten später vergrößerte: Sebastian Weis, aufgrund eines Allerweltsfouls im Mittelfeld bereits verwarnt, ging in Bedrängnis vor dem Gästetor mit der Hand zum Ball und auch für unseren bis dahin sehr agilen Torjäger war somit das Spiel beendet. Doch nach den Schrecken kamen dann auch positivere Momente, denn als Kersten Ronalter seinen Gegenspieler im Strafraum bedrängte, wollte dieser wohl ein Foulspiel reklamieren und schlug den Ball mit der Hand ins Aus. Der Schiedsrichter hatte jedoch keine regelwidrige Aktion unseres Spielers gesehen und so entschied er erneut auf Strafstoß für uns. Dieses Mal trat Tobias Väth an und verwandelte bombensicher zum wichtigen Ausgleich noch vor der Pause. Nach der Halbzeit gab es ein zerfahrenes Spiel zu beobachten, bei dem sich die Gäste mehr und mehr auf die Verteidigung des Punktes verlegten. Ab der 67. Minute mussten sie dies nach einer Ampelkarte für Mittelfeldspieler Julian Borbe mit nur noch acht Feldspielern tun, doch machte dies uns die Aufgabe nicht merklich einfacher. Tino Orth hatte nach einem Eckball den Führungstreffer auf dem Fuß, doch zielte er freistehend aus wenigen Metern über das Tor. Kurze Zeit später schied Kapitän Lukas Bachmann mit einer Risswunde am Knie aus. Die Uhr tickte unaufhaltsam, doch diesmal hatten wir das bessere Ende auf unserer Seite: Zunächst schnibbelte Paul Bachmann das Leder über die gegnerische Abwehr hinweg zentral vor das Tor, Tobias Väth nahm den Ball aus der Luft und hob ihn über den herauseilenden Keeper hinweg zum 2:1 (85.). Dabei bekam er noch einen Tritt auf die Nase ab, die ihn ebenfalls ausscheiden ließ, Diagnose offen. Nur eine Zeigerumdrehung später war es Julian Feyh, der halblinks freigespielt wurde und den Ball ins rechte Eck schob zum entscheidenden 3:1. Am Ende freuten wir uns über drei hart erkämpfte und aufgrund der drei Verletzungen auch relativ teuer erkaufte Punkte, die für die Moral eminent wichtig sind. Und die Moral von der Geschicht: Schön ist, wenn es der Spielertrainer richt´...
Eintracht Leidersbach II – TV Schweinheim II 2:2 (1:1)
Tore: 1:0 Andreas Hein (29.), 1:1 Daniel Reis (44.), 1:2 Jochen Gollas (61.), 2:2 André Bachmann (86.)
In der 2. Minute bereits konnten wir uns die erste gute Torgelegenheit erarbeiten und zeigten sofort, wo die Reise heute hingehen sollte. Leider waren wir gerade in der ersten Hälfte im Abschluss viel zu nachlässig und hätten hier schon alles klar machen müssen. Viel zu oft liefen wir zum Beispiel unbedrängt ins Abseits oder vereitelten selbst unsere guten Torchancen. In der 30.Minute war es dann unser Bomber Andreas Hein, der mit einem schönen Torschuss die verdiente Führung erzielte. Wer aber dachte, dass die Gäste aus Schweinheim nun verunsichert waren, lag falsch, denn diese kämpften nach wie vor aufopferungsvoll. Leider waren wir anscheinend schon mit unseren Gedanken in der Halbzeitpause, denn unsere Abwehr ließ in der 44.Minute die Schweinheimer nach einem Abspielfehler kontern und diese nutzten den schönen Spielzug eiskalt zum 1:1. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich aber wie auch in den vergangenen Partien schon unser großes Problem: Plötzlich stehen wir uns selbst im Weg, lassen den Gegner aufspielen und unseren Teamgeist vermissen. Schweinheim wurde nun stärker, brachte uns das ein oder andere Mal richtig ins wanken und erkämpfte sich in der 59.Minute sogar einen Foulelfmeter, welcher schließlich zum 1:2 verwertet wurde. Nun mussten wir wieder einmal einem Rückstand hinterher rennen und machten uns somit das Leben selber schwer. Unser gut aufgelegter Torwart Christof Bachmann musste in dieser Spielzeit ein paar Mal sein ganzes Können aufbieten und einige Torgelegenheiten glänzend parieren. Kurze Zeit später ging aber endlich wieder ein Ruck durch die Mannschaft und nun wollten wir auf heimischen Rasen unbedingt die drohende Niederlage abwenden. Endlich kämpften wir wieder zusammen, warfen alle Kräfte vereint nach vorne und drängten auf den überfälligen Ausgleich. In der 84.Minute hämmerte André Bachmann nach einer schönen Eckballhereingabe von Matthias Schmitt das Leder aus 12 Meter ins Netz, was zugleich auch den Endstand darstellte. Schade, dass wir uns wieder einmal nicht selbst belohnt und rückblickend 2 Punkte verschenkt haben. Über die gesamte Spielzeit gesehen, lagen wir wirklich gut im Rennen, doch hätten wir in der ersten Halbzeit bereits den Sack zu machen müssen.
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